01 Im Eingangsbereich zur Wohnung, dem  genkan heißt es Schuhe ausziehen !

 

    

02 Sehr aufwändige Ike-bana-Komposotion.

 

 

    

03 Damit die Wärme des Tischofens kotatsu nicht verpufft, wird eine Decke unter die Tisch-platte gelegt.

 

    

04 Klassische Form des shoji  障子.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

    

05 Tatami sind in der Regel mit verzierten  Bordüren versehen.

 

 

 

 

 

 

   

    

06 Ein washitsu, mit ta-tami ausgelegt.

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In der japanischen Innenarchitektur werden verschiedene klassische Komponenten verwendet.

Fusuma 

 

Die Wände der im ursprünglichen Stil gebauten Häuser bestehen aus so genannten fusama, verschiebbaren, nur etwa zwei bis drei Zentimeter dicken Türen (Holzrahmen mit Pappe oder dünnen Holzpaneelen ausgefüllt) über die gesamte Raumbreite. An den Außenwänden dienen zusätzliche dicke Holztüren als Wetterschutz. Fusuma, die statt aus Holz bestehend, mit dünnem Japanpapier bespannt sind, werden auch als shoji bezeichnet.

 

Genkan  玄関

 

Der genkan 01  ist der Eingangsbereich einer japanischen Wohnung, in dem die Schuhe vor Betreten der Räumlichkeiten abgestellt werden.

 

Ikebana  生け花

 

Ein weiteres Stilelement sind arrangierte Blumengestecke, die typisch japanischen ikebana  02 . In der Kunst des ikebana wird mit der Form ein Sinnbild von Himmel, Erde und Mensch geschaffen. Beim ikebana sind nicht etwa Anzahl und Farbe der Blüten von Belang, sondern vielmehr  die Gesamterscheinung, erreicht durch kunstvolle Anordnung von Vase, Stängel, Zweige, Blätter und Blüten.

 

Irori  いろり

 

Für einen irori, den traditionellen, japanischen Herd, wird in der Raummitte eine rechteckige oder quadratische Öffnung ausgespart, mit Holz umfasst und Sand befüllt. Die Ursprünge dieses Herdtyps, der auch zur Beheizung des Raumes diente, reichen bis ins 8. Jahrhundert zurück.

 

Kotatsu  炬燵

 

Anders als in Europa, wo sich eine Zentralheizung durchgesetzt hat, ist diese in Japan auch in modernen weitestgehend unbekannt. Oft werden die kotatsu 03 , beheizbare Tische, verwendet. In einem niedrigen Tischgestell ist eine elektrische Heizung unterhalb der Tischplatte angebracht, dazwischen eine auf allen Seiten mindestens bodenlange Decke. In früheren Zeiten wurde ein Tisch über ein Erdloch gestellt, in dem mit Holzkohle Heizwärme erzeugt wurde.

 

Shoji  障子  04

 

Die für die japanische Innenarchitektur so typischen Schiebewände, bespannt mit Japanpapier, nennt man shoji. Ein Holzrahmen wird durch senkrecht und waagerecht angebrachte Holzstäbe in einzelne Felder unterteilt, die je nach Variation statt mit Papier auch mit Glas oder Holz kombiniert werden können.

 

Byobu  屏風

 

Zur Abgrenzung oder Unterteilung von Räumen werden so genannte byobu, faltbare Wandschirme, genutzt. Sie sind aus mehreren verbundenen Paneelen aufgebaut und oft mit dekorativen Mustern, Malerei und Kalligraphie verziert.

Tsuitate 衝立 bestehen aus einer Paneele mit Standfuß, nikyoku byobu 二曲屏風 sind zweigeteilt und sind wichtiger Bestandteil der Teezeremonie, yonkyoku byobu 四曲屏風 sind Faltschirme mit vier Paneelen, rokkyoku byobu 六曲屏風 haben sechs Teile, jukyoku byobu 十曲屏風 zehn.

 

Gakubuchi-shoji

 

Bei den gakubuchi-shoji befindet sich ein Fenster in Form eines Bilderrahmens in der Mitte des shoji.

 

Koshidaka-shoji

 

Eingangs-shoji mit einer festen unteren Hälfte.

 

Yokogarasu-shoji

 

Shoji mit horizontalem Fensterglas.

 

Yukimi-Shoji

 

So genanntes "Schneebetrachtungs" -shoji mit einer vertikal verschiebbaren Mittel-paneele.

 
 

 
 
   

   

Sudare  すだれ

 

Sudare sind aufroll- oder zusammenfaltbare japanische Jalousien, die aus Natur-materialien wie beispielweise aus durch Schnüre zusammengehaltenen Bambus-streifen oder dünnen Holzlatten hergestellt werden.

Die hochwertigsten sudare sind bemalt und manchmal mit teurer Seiden- und Gold-stickerei verziert.

 

Tatami  05

 

Mit japanischen Reisstrohmatten tatami ist der Boden traditioneller Häuser ausgelegt. Sie bestehen aus einem Kern aus Reisstroh, der mit einer Matte aus Igusa-Gras bedeckt wird. An den Rändern und der Seite werden Baumwollbänder angenäht.

Neue tatami haben noch die grünliche Färbung des bei der Herstellung verwendeten Grases, die später einer bräunlich gelben Farbe weicht.

Die tatami gibt es heute in allen Größen, früher waren sie standardisiert einen ken  lang und einen halben ken breit (1 ken = je nach Region zwischen 155 und 182 cm). Die Dicke beträgt ca. 5,5 cm.

 

Tokonoma  床の間

 

Manche Räume verfügen über ca. 50 cm tiefe und 100-200 cm breite Nischen, den tokonoma, die dekorativen Zwecken dienen.

 

Washitsu  和室  06

 

Der traditionell mit tatami ausgelegte japanische Raum wird washitsu genannt. In der heutigen Zeit haben viele Häuser nur noch einen washitsu, der in der Regel für den Empfang von Gästen genutzt wird, in früherer Zeit war der washitsu der typische Wohnraum.

Die Raumgröße war bestimmt durch Anzahl, Größe und Anordnung der darin befindlichen tatami. Ein Raum mit vier ganzen tatami, die um eine halbe tatami in der Mitte angebracht sind wurde entsprechend als 4 1/2 Tatami-Raum bezeichnet.

   

 

 

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