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Japanisch wird von 130 Mio. Menschen gesprochen (2,4 % der Weltbevölke-rung), außerhalb Japans hauptsächlich in den USA und Südamerika. Nach aktu-eller Schätzung, basieren 4,9 % aller Webseiten auf der japanischen Sprache.

Die Entwicklung der japanischen Sprache wurde stark vom Chinesischen beeinflusst und hat entfernte Beziehungen zum Koreanischen, ist ansonsten aber mit keiner anderen Sprache verwandt.

 

Das nur sehr schwer erlernbare Schriftsystem besteht aus einer Kombination von etwa 10.000 der so genannten 漢字 kanji und den beiden Silbenalphabeten ひらがな hira-gana  für den indigenen Wortschatz (Tabelle H) und カタカナ  katakana  für neuere Lehnwörter (Tabelle K). Auch das lateinische Alphabet ローマ字 romaji findet in der heutigen Zeit Verwendung.

H

a

i

u

e

o

 


a


i


u


e


o

k


ka


ki


ku


ke


ko

s


sa


shi


su


se


so

t


ta


chi


tsu


te


to

n


na


ni


nu


ne


no

h


ha


hi


fu


he


ho

m


ma


mi


mu


me


mo

y


ya

 


yu

 


yo

r


ra


ri


ru


re


ro

w


wa


wi

 


we


wo

 


n

g


ga


gi


gu


ge


go

z


za


ji


zu


ze


zo

d


da


ji


zu


de


do

b


ba


bi


bu


be


bo

p


pa


pi


pu


pe


po

ky

きゃ
kya

 

きゅ
kyu

 

きょ
kyo

sh

しゃsha

 

しゅ
shu

 

しょ
sho

ch

 

ちゃ
cha

 

ちゅ
chu

 

ちょ
cho

ny

にゃ
nya

 

にゅ
nyu

 

にょ
nyo

hy

ひゃ
hya

 

ひゅ
hyu

 

ひょ
hyo

my

みゃ
mya

 

みゅ
myu

 

みょ
myo

ry

りゃ
rya

 

りゅ
ryu

 

りょ
ryo

gy

ぎゃ
gya

 

ぎゅ
gyu

 

ぎょ
gyo

j

じゃ
ja

 

じゅ
ju

 

じょ
jo

dy

ぢゃ
(ja)

 

ぢゅ
(ju)

 

ぢょ
(jo)

by

びゃ
bya

 

びゅ
byu

 

びょ
byo

py

ぴゃ
pya

 

ぴゅ
pyu

 

ぴょ
pyo

K

a

i

u

e

o

 


a


i


u


e


o

k


ka


ki


ku


ke


ko

s


sa


shi


su


se


so

t


ta


chi


tsu


te


to

n


na


ni


nu


ne


no

h


ha


hi


fu


he


ho

m


ma


mi


mu


me


mo

y


ya

 


yu

 


yo

r


ra


ri


ru


re


ro

w


wa


wi

 


we


wo

 


n

g


ga


gi


gu


ge


go

z


za


ji


zu


ze


zo

d


da


(ji)


(zu)


de


do

b


ba


bi


bu


be


bo

p


pa


pi


pu

pe


po

ky

キャ
kya

 

キュ
kyu

 

キョ
kyo

sh

シャ
sha

 

シュ

shu

 

ショ
sho

ch

 

チャ
cha

 

チュ
chu

 

チョ
cho

ny

 

ニャ
nya

 

ニュ
nyu

 

ニョ
nyo

hy

ヒャ
hya

 

ヒュ
hyu

 

ヒョ
hyo

my

 

ミャ
mya

 

ミュ
myu

 

ミョ
myo

ry

リャ
rya

 

リュ
ryu

 

リョ
ryo

gy

ギャ
gya

 

ギュ
gyu

 

ギョ
gyo

j

ジャ

ja

 

ジュ
ju

 

ジョ
jo

dy

ヂャ

(ja)

 

ヂュ
(ju)

 

ヂョ
(jo)

by

ビャ
bya

 

ビュ
byu

 

ビョ
byo

py

ピャ
pya

 

ピュ
pyu

 

ピョ
pyo

 

1&1 DSL

 
 
 
 
   

Wie man sich leicht vorstellen kann, ist das Schriftsystem sehr komplex und nur nach intensivem Studium beherrschbar.

 

Die von den Chinesen übernommenen kanji haben einen Gegenstand, eine Sache, ein Konzept oder eine Idee als Vorbild und können aufgrund dessen oft anhand der Optik erkannt werden (Beispiel:  Baum, Bäume und  Wald). Das System der hiragana und katagana wurde abgeleitet, da man in Japan ein tonbasiertes Alphabet benötigte. Die hiragana werden genutzt, um kanji mit grammatikalischen Flexionen zu ergänzen und japanische Begriffe zu schreiben, die katakana - wie bereits erwähnt - werden für Lehn- oder Fremdwörter verwendet.

   

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Schreiben

 

Beim Schreiben der Zeichen muss man wissen, dass die Schriftzeichen ohne Leerzeichen aneinandergereiht und am Ende der Zeile ohne Trennstrich getrennt werden. Im traditionellen Japanisch wird von oben nach unten und von rechts nach links geschrieben. Im alltäglichen Gebrauch ist sowohl die traditionelle Schreibweise von rechts nach links,  als auch die modere von links nach rechts.

 

Die für neuere Lehnwörter verwendeten Katakana bestehen aus einem bis maximal vier geraden oder leicht gebogenen Strichen und unterscheiden sich vom Schriftbild deutlich von den weicheren, gerundeten Hiragana. Die Reihenfolge und Richtung der Striche beim Schreiben kann man aus den zwei nachfolgenden Grafiken entnehmen (Quelle: wikipedia.org licensed under Creative Commons Attribution ShareAlike 2.0)

 

 

Sprechen

 

Die Aussprache eines Kanji variiert  je nach dem Zusammenhang, in dem es steht. Die meisten haben zwischen drei und fünf, manchmal sogar mehr als zehn mögliche Aussprachen. Zu allem Überfluss ist Japanisch auch noch reich an so genannten Homophonen, d. h. Wörtern, die bei gleicher Aussprache verschiedene Bedeutungen haben.

Alle anderen Schriftzeichen werden im Grunde "ausgesprochen, wie sie geschrieben werden" (siehe Tabellen oben).

 

a                 ... helles a wie in kalt.

e                 ... offenes e wie in Bett.

i, u               ... geschlossenes i wie in mit, aber trotzdem hell. Das u ist ähnlich dem
                      
 deutschen u, aber in Richtung ü. In der Wortmitte werden i und u oft nur

                        angedeutet oder verschluckt (B.: der Tokioter Stadtteil Asakusa wird etwa

                        ausgesprochen assacksa).


o                 ... offen wie in Kopf.
 
ai, ui, oi, ei ... Diphthonge, also Doppelvokale, verschmelzen nicht zu einem Laut, son-

                        dern behalten ihren Lautwert. ei wird nicht wie ai ausgesprochen.

 
â, ê, ô, û    ... bei gleichem Klang länger als die einfachen Vokale gesprochen.

 
p, t, k          ... nicht wie im Deutschen behaucht, also ohne folgendes H sprechen.
 
b, d, g        ... in etwa wie im Deutschen, aber weicher, g wird im Wort manchmal leicht

                        nasal, also eher wie ng gesprochen.

pp, tt, kk    ... wie im Deutschen kurz gehalten.

r                   ... das r wird mit einfachem Zungenschlag an der oberen Zahnreihe ausge-

                        sprochen, also kein gerolltes r. Manchmal klingt das r fast wie l (l gibt es im

                        Japanischen nicht). Die Silben ra, ri, ru, re und ro werden mit leicht

                        differentem r ausgesprochen.
 
m, n          
  ... in etwa wie im Deutschen, das n wird manchmal wie m gesprochen

                        und wird am Ende leicht nasalisiert.

 

s, z               ... s ist immer stimmlos wie das deutsche ß  in weiß. Das z wird wie ein stimm-

                        haftes s in Sonne ausgesprochen (B.: sannen bedeutet 3 Jahre, zannen

                        bedeutet leider).

y, w            ... wie im Englischen, daher y wie das deutsche j, w wie im englischen World,

                        und z wie das weiche s in Sonne.

h, j               ... das h wird wie das deutsche h gesprochen, nur vor i wird es wie das ch in

                        Milch gesprochen. Das j wird wie dsch in Dschungel ausgesprochen.

 

ch, sh         ... ch wie tsch in Tschüß, sh wie sch in Schluss.
 

f                   ... ist ein Mittellaut zwischen f und h, in etwa so, als wenn man eine Kerze

                        auspustet.

   

   

Grammatik

 

Da die Schriftzeichen ohne Leerzeichen hintereinander geschrieben werden, ist es schwer, die Strukturen und damit die Bedeutung eines Textes zu erfassen. Ein Ansatz ist es, die verschiedenen Schrifttypen kanji, hirgana und katakana zu identifizieren. Der Satzbau charakterisiert sich durch den Wechsel zwischen den sinntragenden kanji und den katakana, sowie angehängten grammatischen Elementen aus der hiragana- Silbenschrift. Schwieriger ist es, wenn auch die sinntragenden Schriftzeichen aus katakana bestehen. Ein Beispiel:

 

1   Text                         太陽が東の空に昇る。

2   Text strukturiert      太陽が     | 東の            | 空に       | 昇る。

3   Text in romaji         taiyō ga | higashi no | sora ni   | noboru

4   Übersetzung          Sonne     | Osten         | Himmel | aufgehen

5   Umgestellt             Die Sonne geht im Osten auf.

 

Die Satzstellung basiert also auf der Reihenfolge Subjekt-Objekt-Prädikat, im deutschen bekannterweise Subjekt-Prädikat-Objekt.

 

Japanisch kennt im Gegensatz zum Deutschen weder grammatisches Geschlecht, noch Artikel, Mehrzahl oder Fall. Beispielsweise kann hito sowohl einen einzelnen Menschen, eine beliebige Anzahl von Menschen oder den Menschen im Allgemeinen bezeichnen. Was nun letztendlich gemeint ist, muss man aus dem Kontext erkennen.

 

Hat man die Möglichkeit der Übersetzung unter Zuhilfenahme des Internets, kann man auf die Ressourcen eines Übersetzungswerkzeuges zurückgreifen (B.: siehe externer link www.romaji.org oder www.babylon.com), wo recht einfach Schriftzeichen in umgänglichere romaji (1 zu 3) oder ein Text direkt in die deutsche Sprache (1 zu 5) übersetzt wird. Das Ergebnis kann jedoch zu Wünschen übrig lassen.

   

 

 

Namensstempel bei

www.japan-suche.de