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Allgemeine
Verhaltensregeln für Japan
Schuhe ... Straßenschuhe gelten in Japan als
unrein. Deshalb ist es oberstes Gebot, die Schuhe
beim Betreten eines Schreins, Tempels oder einer
Privatwohnung auszuziehen. Auch wenn der Japaner
seinem Gast anbietet, die Schuhe in seinem Heim
anzubehalten, sollte man sie trotzdem als Zeichen
der Höflichkeit ausziehen.
Nase putzen ... als
äußerst unfein gilt es auch, sich die Nase in der
Öffentlichkeit oder gar während des Essens zu
putzen. Für diesen Fall ist es ratsam, sich auf ein
stilles Örtchen zu begeben oder die Nase dezent
hochzuziehen.
Visitenkarten ... in
Japan ist es für Geschäftsreisende unbedingt
erforderlich, entsprechende Karten bei sich haben,
und zwar am besten beidseitig bedruckt (auf der
einen Seite in Englisch oder Deutsch, auf der
anderen Seite in Japanisch). Der Austausch von
Visitenkarten macht es nicht nur leichter, die
zahlreichen fremdländischen Gesichter auseinander zu
halten, sondern ermöglicht den Japanern zugleich die
hierarchische Einordnung eines Fremden. Es ist
üblich und gilt als besonders höflich, die
Visitenkarte mit beiden Händen zu überreichen und
entgegenzunehmen. Die Karte sollte dann aber nicht
weggesteckt werden, sondern sie wird genau studiert
oder vor sich auf den Tisch gelegt, um immer wieder
darauf zurückgreifen zu können.
Geschenke ... einen
wichtigen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens
in Japan bildet der Austausch von Geschenken; sie
haben als Ausdruck der Verbundenheit, Dankbarkeit
und auch als Zeichen des Respekts einen hohen
Stellenwert. Die Größe des Geschenkes ist
zweitrangig - Süßigkeiten oder Blumen reichen
normalerweise aus. Auch ein Mitbringsel aus dem
Heimatland des Gastes erfreut sich immer besonderer
Beliebtheit.
Essen ... Geht man mit
Japanern essen, sollte man sich nie selbst etwas zu
trinken einschenken. Immer erst seinem Nachbarn
etwas zu Trinken anbieten, dieser wird dann im
Gegenzug dem Anderen etwas nachschenken. Auch sollte
man es tunlichst vermeiden, beim Essen die Stäbchen
aufrecht in den Reis zu stecken. Auf diese Weise
wird der Reis nämlich ausschließlich am
buddhistischen Hausaltar den Geistern der
verstorbenen Vorfahren als Speiseopfer dargeboten.
Unterkünfte ... am
Eingang jeder Unterkunft in japanischem Stil (Ryokan
oder Minshuku) ziehen die Gäste ihre Schuhe aus und
die bereitgestellten Hausschuhe an. Allerdings
dürfen Tatami-Matten nur in Strümpfen oder barfuss
betreten werden, am Eingang eines Tatami-Zimmers
zieht man also auch die Hausschuhe aus. Im Zimmer
sitzt man an einem niedrigen Tisch auf Sitzkissen,
den zabuton. Im Winter liegt oft eine dicke Decke
über dem Tisch (kotatsu) und unter dem Tisch hängt
ein kleiner elektrischer Heizkörper. Man schlüpft
unter die Decke und kann seine Beine und Füße
wärmen. Das japanische Bett (futon), wird vor dem
Schlafengehen auf den Tatami-Matten ausgebreitet.
Normalerweise wird in japanischen Unterkünften ein
dünner Baumwollkimono, der so genannte yukata
bereitgelegt, welchen man in der Unterkunft nach dem
abendlichen Bad tragen kann. Im Winter bekommt man
zusätzlich ein dicke Kimonojacke zum Überziehen.
Toiletten ... die
Toiletten sind normalerweise in japanischem Stil, d.
h. man nutzt sie im Stehen. Man sollte unbedingt
darauf achten, die Hausschuhe vor der Toilettentür
auszuziehen und in die bereitstehenden
Toilettenschuhe zu schlüpfen. Ebenso wichtig ist es,
sie beim Verlassen der Toilette wieder gegen die
eigenen Hausschuhe zu tauschen.
Öffentliche Bäder / onsen ... wenn man ein
Gemeinschaftsbad oder öffentliches Bad besucht,
entkleidet man in einem Vorraum und legt seine
Kleidung in einen Korb oder ein Fach. Kleine
Handtücher werden von den meisten Unterkünften
gestellt, man kann sie als Waschlappen oder zum
Abtrocknen benutzen. Zuerst wäscht man sich an den
Duschen oder Wasserhähnen gründlich. Wenn keine
Duschen vorhanden sind, gießt man sich das Wasser
aus den Wasserhähnen mit Hilfe einer kleinen
Plastikschüssel, die in den Bädern bereitstehen,
über Kopf und Körper. Wenn keine Wasserhähne
vorhanden sein sollten, dürfen Sie auch Wasser aus
dem Bad schöpfen. Aber achten Sie darauf, das keine
Seife in das Badewasser gelangt. Dann erst steigt
man in das oft sehr heiße Badewasser zum Entspannen.
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