01 Minagawa Yone - mit 114 Jahren derzeit ältes-te Frau der Welt.

 

 

02 Geishas - nicht das, wofür sie landläufig ge-halten werden.

 

    

03 Chado - die Teezere-monie. Wahre Kunst in enger Verbundenheit zu den Prinzipien des Zen.

 

    

04 Kagrra - eine der vielen Bands der Visual-Kei-Szene.

 

 

  

 

 

        

    

05 Die extreme Masse der in Japan verehrten Sumotori lässt einen Außenstehenden erstau-nen.

  

    

06 Traditionelles Sumo-Turnier (hon-basho).

  

    

07 Beim cosplay wird mit meist selbst ange-fertigten Kostümen eine Figur z. B. aus einem anime oder manga nachgestellt.

 

 

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Für Europäer sind viele in Japan vorzufindenden Stereotypen schwer verständlich. Unsere Vorstellung ist geprägt von den Medien, die die fremdartigen Figuren in unsere Welt zu übertragen versuchen.

Aktuell - Älteste Menschen der Welt

 

Japan verfügt über die weltweit längste durchschnittliche Lebensdauer und seit Juli 2007 ist es auch Heimat der ältesten Person in der Welt. Die älteste Frau, Minagawa Yone 01 aus der Präfektur Fukuoka, wurde am 4. Januar 1893 geboren, und ist damit 114 Jahre alt; der älteste Mann ist der 111-jährige Tomoji Tanabe.
Doch die beiden sind keineswegs Ausnahmen. Nach den Statistiken (vgl. Statistics Bureau of Japan's Ministry of Internal Affairs and Communications) betrug die japanische Gesamtbevölkerung im Jahre 2006 127,77 Millionen, wovon immerhin 1,15 Millionen 90 Jahre und älter sind. Alleine 4.000 Männer und 25.000 Frauen sind über 100 Jahre alt.

Tradition - Geisha

 

Aus den Medien kennen wir sie - die Geisha 02 - für manchen wird es aber nie ersichtlich, was es mit den Geisha tatsächlich auf sich hat. Wörtlich übersetzt bedeutet Geisha 芸者 "Person der Künste". In Japan wird sie aber auch als geigi 芸妓 "Künstlerin" oder als geiko 芸子 "Kind der Kunst" bezeichnet. Erst seit dem 17. Jahrhundert wird der Beruf der Geisha von Frauen ausgeübt, zuvor war es eine reine Männerdomäne.

 

Die fünfjährige Ausbildung in der Kalligraphie (Kunst des schönen Schreibens), dem Ikebana (Blumensteckkunst), der Konversation, der Teezeremonie 03 , dem Gesang und dem Tanz, sowie in der Beherrschung mehrerer Musikinstrumente, beginnt nach der Tradition mit 6 Jahren, 6 Monaten, und 6 Tagen. Sie ist heute aber auch ab dem 16. Lebensjahr möglich. Für die Kosten der Ausbildung wird den Geisha ein später rückzahlbares Darlehen gewährt. 

Geishas treten für gewöhnlich bei Feiern oder Versammlungen auf, etwa in 茶屋 chaya, den Teehäusern oder in 料亭 ryotei, den traditionellen japanischen Lokalen auf. Die Buchung erfolgt bei speziellen Agenturen, den  検番 kenban. Sie organisieren die Termine und verwalten auch die Zeitpläne für Auftritte und Ausbildung. Die zum Teil nicht unerheblichen Kosten für eine Geisha richten sich u. a. nach ihrer Arbeitszeit, traditionell als Brenndauer bestimmter Räucherstäbchen festgelegt - und werden deshalb auch 線香代 senkodai "Räucherstäbchengebühr" genannt.

 

Nicht nur ihre Schönheit, sondern auch Charme, Bildung, Anmut und einwandfreie Beherrschung der Etikette entscheiden über den Erfolg einer Geisha.

1&1 DSL

 
 
 
 

Trend - Visual Kei

 

Visual Kei 04 ist ein in Japan entstandener Sammelbegriff für optisch auffällige Musiker verschiedener Musikrichtungen und die sie nachahmenden Fans. In Japan ist diese Jugendsubkultur bereits seit 20 Jahren bekannt und beginnt nun über das Internet auch zu uns zu kommen.

Der Phantasie sind dabei nahezu keine Grenzen gesetzt. Ob im Gothic-Style als Vampir oder als Nachbau einer Manga-Figur, nichts scheint zu extrem, um nicht irgendwo auch Anhänger zu finden.

Die Ursprünge lassen sich weit in die Vergangenheit zurück verfolgen, wo die androgyne Gestalt in den 歌舞伎 kabuki -Theatern ihre Existenzberechtigung fand. Die Thematik wird auch in der Manga-Kultur aufgenommen, die in Japan extremste Blüten treibt. Inzwischen nutzen auch deutsche Bands, wie beispielweise Tokio Hotel, den Trend für ihre Zwecke und die Massen folgen.

 
   

Tradition - Sumo

 

Seit Jahrhunderten gilt 相樸 Sumo als japanischer Nationalsport und ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken.

Die erfolgreichen Ringkämpfer (sumotori) sind hoch angesehen und sehr gut bezahlt. Das grundlegende Reglement ist einfach: ... der Kontrahent muss aus einem sandbedeckten, mit einem  Strohseil abgesteckten Kreis gedrängt oder so aus dem Gleichgewicht gebracht werden, dass er den Boden mit einem anderen Körperteil als den Fußsohlen berührt. Mehr muss man eigentlich nicht wissen, um einem Kampf folgen zu können.

 

Die Details, wie beispielweise die insgesamt 82 verschiedenen Techniken (vgl. auch die Sparte Sumo in der Kategorie Kampfkunst) oder der Aufbau der sechs Ligen, sind erheblich komplexer. Da ein hohes Gewicht 05 für einen Sieg von Vorteil ist, werden die sumotori mit einem speziellen Eintopf geradezu gemästet. Durchschnittlich kommen sie auf ein Gewicht von 150 kg, wobei auch 250 kg heute keine Ausnahme mehr darstellen.

 

Pro Jahr gibt es sechs Turniere, die  本場所 hon-basho 06 , die zu genau festgelegten Zeitpunkten an Regel-Orten stattfinden.

   

Trend - Otaku

 

Die Bezeichnung おたく otaku im Sinne eines extremen Fans entstammt der Manga-Szene der 80 er Jahre des 20. Jahrhunderts und wird heute auch in Bereichen genutzt, die nichts mehr mit der ursprünglichen Verwendung zu tun haben.

 

In diesem Umfeld hat sich eine ganze Kultur mit vielen Spielarten entwickelt. Genannt sei hier als Beispiel das cosplay 07 (Abkürzung für costume play), bei dem der Fan seine Lieblingsfigur, sei es aus einem Anime (Zeichentrickfilm), einem Manga (Comic) oder auch einer Visual Kei -Band (siehe Spalte links) möglichst originalgetreu nachstellt. Auf speziellen Veranstaltungen werden die Kostüme präsentiert und sogar eine cosplay -Weltmeisterschaft gibt es. In der Form des Rollenspiels wird der cosplay-Trend auch von der Erotik-Branche gerne umgesetzt.

   

   

Geschichte - Samurai

 

Auch wenn die Ära der  Samurai bereits 1876/ 77 zu Ende ging und damit eine Jahrhunderte alte Kriegertradition zu Grabe getragen wurde, lebt der Geist der Samurai vor allem in Japan weiter.

 

Die Ausbildung eines Samurai begann bereits im Kindesalter. Die Beherrschung des Körpers auch im Umgang mit verschiedenen Waffen wie dem Schwert und dem Bogen, aber auch die geistige Entwicklung waren Ziel der Ausbildung.

Lange Zeit waren die Samurai die oberste Schicht in der Gesellschaft, lediglich durch ihre Herren im Rang übertroffen. Später wurden aus den Kriegern dann Beamte.

Mit der Entwicklung des  武士道 Bushido (Weg des Kriegers) wurde ein Ideal geschaffen, dem Nachzueifern selbst in der heutigen Zeit noch viele Anhänger findet.

   

 

 

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