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Bekannterweise zeigt die
Entstehungsgeschichte der japanischen Kampfkünste
einen starken chinesischen
Einfluss. Die im Kyusho Jitsu
急所術
gelehrten Prinzipien greifen auf das umfassende
Wissen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)
und deren 5-Elemente-Theorie zurück und nutzen es im
Konflikt mit einem Gegner. Dabei kann man Kyusho
Jitsu nicht als eigenständige Kampfkunst bezeichnen,
sondern eher als ein essentielles Wissen, das allen
Kampfkünsten zu Grunde liegt. In China nennt man es
beispielsweise Dim Mak, in Indien Marma Adi.
So wie Akupunktur und Akupressur
mit der Stimulation bestimmter Körper-stellen/
Vitalpunkte eine heilende Intention verfolgen,
werden im Kyusho Jitsu die energetischen und
neurologischen Vorgänge des menschlichen Körpers so
beeinflusst, dass eine Beeinträchtigung der
Körperfunktionen die Folge ist. Diese
Beeinträchtigung kann sich in Form von Schmerz,
Gleichgewichtsstörungen, Kraftverlust bis hin zum
Verlust des Bewusstseins äußern.
Zum Studium des Kyusho Jitsu gehört aber keineswegs
nur die Seite der negativen Wirkungsprinzipien,
sondern ebenso Wissen von der Linderung bestehender
Beschwerden oder Blockaden bis hin zur Reanimation. |