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Im 古武道 Kobudo werden sehr unterschiedliche Waffen verwendet. Die wichtigsten sind nachfolgend gelistet.

 

Bo - Sechs-Fuß-Stock -  六尺棒 Rokushaku Bo - Langstock

 

Ursprünglich Überbegriff für alle Stockwaffen, heute jedoch in der Regel verwendet für einen langen, etwa 2,5 bis 3 cm dicken Stock mit einer Länge von ca. 180 cm. Die alte Bezeichnung aus Okinawa lautet  kun.

Es gibt verschiedene Grundformen des bo: z. B. das maru bo (bo mit rundem Querschnitt), das kaku bo (bo mit quadratischen Querschnitt), das rokkaku bo (bo mit sechskantigem Querschnitt), das hakkaku bo (bo mit achtkantigem Querschnitt) und das tabe bo (bo aus Bambus).

 

Tonfa - Schlagstock
   

Besteht normalerweise aus einem ca. 50 cm langen Stock, an den nach zwei Dritteln der Länge ein Haltegriff im 90 Grad-Winkel angebracht ist.
Die tonfa dient heutzutage oft Sicherheits-kräften als Waffe der Verteidigung und der Befriedung unberechtigter Übergriffe.
    

Sai - Dreizack
     

Kleiner Dreizack aus Metall, dessen mittlerer Zinken zwei- bis dreimal so lang wie die äußeren ist. Der Schaft ist kreisrund oder achteckig. In der Regel paarweise geführt.

Auch bei der sai gibt es verschiedene Grundformen: z. B. 十手 jitte (Dreizack aus Metall, mittlerer Zinken 2-3 x so lang wie die äußeren) oder das  卍釵 manjisai (Dreizack aus Metall, wie jitte, nur ein Zinken nach hinten gebogen).

   

双節棍 Nunchaku
   

Besteht normalerweise aus zwei gleich langen, runden Hölzern, die mit einem Seil oder einer Kette verbunden sind.

Außerhalb Japans wurde das nunchaku durch die Filme von Bruce Lee bekannt, in denen er - für damalige Verhältnisse sehr virtuos - das nunchaku sowohl als Verteidigungswaffe, als auch für einen effektiven Konter bzw. Angriff einsetzte. Der Vorteil des Nunchaku liegt zum Einen in der erheblichen Verlängerung der Reichweite, zum Anderen in der sehr großen Energie, die bei einem Schlag im Zielpunkt freigesetzt wird. Die einfache Anwendung ist rasch zu erlernen, der entstehende Schaden bei einem Gegner steht dazu in keinem Verhältnis.

Grundformen des Nunchaku: z. B. marugat nunchaku (zwei gleich lange, zylindrische Hölzer, die mit einer Kette oder einem Seil vernunden sind), rokkakukei nunchaku (sechskantige Hölzer), hakukei nunchaku (achtkantige Hölzer), sosetsukon nunchaku (unterschiedlich lange Hölzer, wobei das lange Holz ca. die dreifache Länge des kurzen Holzes besetzt), sansetsukon (drei Hölzer, mittlerer Teil ca. dreifache Länge der Endteile) oder das yonsetsukon (vier Hölzer, zwei lange außen, zwei kurze innen).

 

1&1 DSL

 

 

 

 

 
   
   
   

   

Seit der Einführung des neuen Waffengesetzes aus 2003 gibt es keine Ausnahmegenehmigungen für die Nutzung von Nunchakus zu sportlichen Zwecken. Die Rechtslage bezüglich der so genannten Soft-Nunchakus war lange Zeit unklar, die Bundesländer interpretierten das Waffengesetz diesbezüglich unterschiedlich.

Das BKA hat per Feststellungsbescheid aus 2004 befunden, dass Soft-Nunchakus als verbotene Waffe nach dem Waffengesetz einzustufen sind. Dagegen wurde Widerspruch eingelegt, so dass der Feststellungsbescheid zunächst einmal nicht rechtskräftig wurde. In einem Informationsschreiben bestätigte das BKA 2005 die aufschiebende Wirkung der eingelegten Rechtsmittel. Das Verwaltungsgericht Wiesbaden wies 2006 die Klage gegen den Feststellungsbescheid jedoch ab.

Damit sind nun alle Nunchakus - einschließlich der Soft-Nunchakus - verbotene Waffen im Sinne des Waffengesetzes WaffG. Nicht nur die Anwendung, sondern bereits der Besitz steht unter Strafe.

Reichlich seltsam erscheint dieses umfassende Verbot vor dem Hintergrund der Tatsache, dass erheblich gefährlichere Waffen wie beispielsweise Schwerter, Messer etc. frei zu erwerben sind.

 

Kama - Sichel
     

Besteht meist aus einem bis etwa 50 cm langen Holzstock, an dessen Ende eine leicht gekrümmte Metallklinge im rechten Winkel angebracht ist. Die Anwendung erfolgt oft paarweise.
Im Training kommt die kama aufgrund der geringeren Verletzungsgefahr auch mit einer Holzklinge zum Einsatz. Die Klinge dient nicht nur zum „Schneiden“, sondern auch zur Distanzverkürzung, indem der Gegner herangezogen wird.
Formen der kama: z. B.
鎖鎌 kusarigama (Kettensichel - Kombination von Kama mit einer Kette, an deren Ende ein Eisengewicht angebracht ist. Die Nutzung erfolgt i. d. R. einzeln, wobei die eigentliche Kama in der einen Hand und Kette mit Gewicht in der anderen Hand gehalten werden. Die Kama kann in der gewohnten Art und Weise verwendet werden, die zusätzliche Kette als Abwehr oder zur Immobilisierung des Gegners, das Gewicht zum Schlagen, Werfen oder Schwingen am Ende der Kette) oder 六尺鎌 rokushakukama (Sechs-Fuß-Sense - Kombi-nation einer Kama, die an das Ende eines Bo angebracht wurde. Zu verwenden entweder als Hieb- oder Schnittwaffe, beispielsweise aber auch um den gegnerischen Angriff mit Bo zu blocken und ihn mit Hilfe der Kama heranzuziehen).

   

 

 

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