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古武道 Kobudo bedeutet wörtlich "alte Kriegskunst" und hat ihren Ursprung wie auch Karate auf Okinawa.

 

Die Geschichte des 古武道 Kobudo beginnt im 15. Jahrhundert. In jener Zeit durfte weder Karte noch Kobudo öffentlich trainiert werden. Das Tragen von Waffen, sowie der Handel mit ihnen, war den Bewohnern der Ryu-Kyu-Inseln strengstens verboten. So waren sie schutzlos den Übergriffen vagabundierender Ronin oder den Angriffen von Piraten ausgeliefert. Dies war sicher der Grund, warum im Kobudo Waffen aus alltäglichen Werkzeugen der Bauern und Fischer entstanden, so z. B. das Bo aus einem Stock zum Tragen von Lasten oder das Nunchaku aus dem Dreschflegel.

 

Auf Okinawa, wie auch in Indien oder China, gehörte seit jeher zum Erlernen der waffenlosen Kampfkünste auch der Umgang mit Waffen. Auf Okinawa galt der Grundsatz: "... Voraussetzung dafür, ein guter Karateka zu sein, ist die Beherrschung der Kobudo-Waffen ...". Auf dem Weg vom traditionellen Karate zum Sportkarate geriet Kobudo jedoch  immer mehr in Vergessenheit.

 

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Das Bestreben des heutigen Kokusai Okinawa Kobudo Kyokai unter der derzeitgen Leitung von Sensei Hitoshi Kanei, Sohn des legendären Katsuyoshi Kanei, gilt der Erhaltung und Verbreitung eines unverfälschten, traditionellen Kobudo, wie es die alten Meister entwickelten und lehrten.

 

Berühmte Meister des Kobudo

 

Moden, Yabiku (1882-1945) gründete 1925 den Ryu-Kyu-Kobujutsu-Verband. Sein Bestreben war es, die Kunst im Umgang mit den Kobudo-Waffen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

 

Matayoshi, Shinko (1888-1947) lehrte unter Meister Shokuko Agena, genannt Gushi-chanteragoa, aus Gushikawa auf Okinawa die Waffen Bo, Sai, Eku und Kama. Danach ging er nach Chatan (ebenfalls auf Okinawa) und übte sich dort im Umgang mit dem Nunchaku und Tunkwa bei Meister Irei, genannt Gitodeoshigoa. In der Mandschurei lernte er Messer- und Lassowerfen, sowie reiten, in Shanghai unter Meister Kingai den Umgang mit den Waffen Tinbei, Nunti, Surujin ... etc. . Sein Sohn Matayoshi, Shimpo führte die Tradition seines Vaters fort. Einer seiner besten Schüler war Kanei, Katsuyoshi, der Begründer des Jinbukan Kobudo.

   

Taira, Shinken (1898-1970) war wohl der berühmteste Schüler des Moden, Yabiku. Er wandelte die Kata seiner Meister ab, ordnete sie und erarbeitete somit 40 neue Kobudo-Kata, die er nach den jeweiligen Meister benannte, die diese schufen (B.: Aburaya Yamaki, Matsu Higa, Siu Shi, Shi Oshi, Shikiya Chinen, Yamanie Chinen, Yabiku Moden, Kangi Sakugawa ... ).

 

Kanei, Katsuyoshi (1941-1993) gründete da Jinbukan Kobudo und fügte den Katas Grundschule hinzu, sodass der Anfänger die teilweise schwierigen Techniken zunächst isoliert erlernen kann, ohne sie sogleich im Ablauf einer Kata zu trainieren.

 

Measara, Jamal gilt als anerkannter Experte der Okinawa Kampfkünste und brachte das Jinbukan Kobudo nach Europa. Er hält die direkte Verbindung zum Weltverband des Kobudo auf Okinawa. Zusammen mit Kanei, Katsuyoshi gründete er den Kobudo-Weltverband (International Okinawan Kobudo Kyokai)

   

 

 

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