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Goju Kai - Yamaguchi,
Gogen (1909-1989)
Yamaguchi Gogen wurde
1932 Schüler von Miyagi
Chojun, nachdem er zuvor
neben Judo und Kendo
bereits bei anderen
Meistern Karate gelernt
hatte. Zwischen 1935 und
1937 begleitete er
seinen Lehrer nach
Okinawa, woraufhin
Miyagi ihn zu seinem
Repräsentanten für Japan
ernannte. Yamaguchi
gründete eine eigene
Organisation, das
Karate-Do Goju-kai.
Yamaguchi Gogen (auch
genannt „die Katze“),
wird heute für viele als
der offizielle
Nachfolger Miyagis in
Japan betrachtet, obwohl
es dort inzwischen
verschiedene Goju Ryu
Strömungen gibt.
Goju Ryu
剛柔流
- Miyagi,
Chojun (1885-1953)
Goju Ryu, bedeutet
übersetzt
hart-weich-Stil. Ein
harter Angriff wird
weich abgewehrt (bzw.
weiter geleitet), um
dann selbst (hart) zu
kontern. Als Begründer
des Stils gilt Miyagi
Chojun.
1929 gab Miyagi in Japan
eine Demonstration
seiner Kampfkunst, die
einen derartigen Anklang
fand, dass er - wie auch Funakoshi
Gichin - vorerst auf den
japanischen Hauptinseln
blieb, um dort zu
unterrichten. Goju Ryu
wurde 1933 formell in
die Listen des Butokukai
in Japan eingetragen,
kurz darauf entstand die
Begrifflichkeit des
Karate-Do (Weg der
leeren Hand). Die
Ausformung des Stiles
Goju Ryu war jedoch erst
1940 vollständig
abgeschlossen. Miyagis
wichtigster Schüler in
Japan war Yamaguchi
Gogen.
Kyokushin Kai -
Oyama, Masutatsu
(1923-1994)
Der Begründr des
Kyokushin Kai-Stils ist
der Koreaner Oyama
Masutatsu (Choi Hyung
Yee). Sein Stil
entwickelte einen Ruf
als harte, intensive und
praxisorientierte
Kampfschule, die 1957
offiziell den Namen
Kyokushin erhielt.
Er galt immer als
"extrovertierter"
Vertreter des Karate,
der es gut verstand,
sich und seinen Stil
international zu
vermarkten. So ranken
sich um seine Person bis
zum heutigen Tag viele
Legenden, wie
beispielsweise seine
Kämpfe gegen Stiere oder
sein angeblich
mehrjähriges Training in
den japanischen Bergen.
Shito Ryu
糸東流
- Mabuni,
Kenwa (1889-1952)
Der Stil Shito Ryu ist
im Wesentlichen eine
Kombination der
ursprünglichen Stile
Shorin Ryu und Shorei
Ryu aus Okinawa. Die
Bezeichnung Shito leitet
sich von den Initialen
der Hauptlehrer von
Mabuni Kenwa ab.
Derjenigen von Meister
Itosu aus Shuri (Shi =
Ito von Itosu) und von
Meister Higashionna aus
Naha (to = Higa von
Higashionna). Von Itosu
wurden die langen
Stellungen, die
Schnelligkeit im
linearen Angriff und die
physische Kraft
übernommen, von
Higashionna die runden
Techniken, das seitliche
Ausweichen in den
Angriff, der dynamische
Wechsel von hohen und
tiefen Stellungen und
die Bedeutung der
Atemtechniken. Shito-Ryu
ist eine schnelle,
kraftvolle und
artistische Stilart, die
vom Wechsel von hart und
weich lebt.
Shorin Ryu
少林流 -
Itosu,
Yasutsune (1830-1915)
Shorin Ryu, eine der
großen Okinawa-Stilarten
wird auch mit
Shaolin-Stil übersetzt,
was auf der starken
Prägung durch
chinesische Elemente
beruht. Es kennt beide
Ausprägungen, also hart
und weich und verwendet
im Wechsel sowohl hohe,
als auch sehr niedere
Stände.
Die in Europa
maßgebliche Richtung
Shotokan ist aus dem
Shorin Ryu heraus
entstanden, hat sich
jedoch inhaltlich weit
davon entfernt.
Shotokai - Egami,
Shigeru (1912-1981)
Egami Shigeru begann im
Alter von 20 Jahren
unter Funakoshi mit dem
Karate, nachdem er zuvor
Judo gelernt hatte. Er
war einer der Anhänger
des Karate von Funakoshi
Yoshitaka, dem Sohn von
Meister Funakoshi und
Wegbereiter vieler neuer
Ideen im Karate. Da
Egami immer streng an
den philosophischen
Grundkonzepten des
Shotokan festhielt,
wurde er von Meister
Funakoshi als
Hauptübungsleiter
eingesetzt.
Etwa 1955 gründete er
das Shotokai Ryu und
veränderte stark seine
Karate-Grundlagen hin zu
Einflüssen des Aikido
und mystizistischen
Tendenzen.
Shotokan
松濤館
-
Funakoshi,
Gichin
(1869-1957)
Funakoshi Gichin brachte in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts die im engen Kreis trainierte Kampfkunst von Okinawa nach Japan und gilt daher als Begründer des modernen Karatedo, das Karate nicht nur als Selbstverteidigung, sondern auch als Werkzeug zur Vervollkommnung von Körper und Geist sieht.
Er erlernte die Kampfkunst unter den Meistern Azato Yasutsune und Itosu Yasutsune, zwei der wichtigsten Vertreter des Karate der damaligen Zeit. Der als friedfertig bekannte Funakoshi war Hauptschullehrer, später neben seiner Profession als Karatelehrer auch Hausmeister, Gärtner und Putzmann. Der Name seines Stiles Shotokan entstand aus seinem Künstlernamen Shoto (Pinienrauschen).
Uechi Ryu - Uechi,
Kanbun (1877-1948)
Uechi Kanbun ist der
Begründer des
Karatestils Uechi Ryu
Karate Do. Er studierte
in China zehn Jahre lang
das chinesische
Kampfsystem Pangai-Noon
und eröffnete eine
eigene Schule, in der er
drei Jahre erfolgreich
unterrichtete, bevor er
aufgrund eines
tragischen Zwischenfalls
mit einem seiner Schüler
nach Okinawa
zurückkehren musste.
Als Uechi Kanbun 1948
starb, benannten seine
Schüler den Karatestil
in Uechi Ryu Karate Do
um.
Wado Ryu
和道流
- Otsuka,
Hironori (1892-1982)
Der Stil Wado Ryu wurde
von Otsuka Hinori
begründet. Er war
Schüler von Funakoshi
Gichin, den er etwa 1922
bei der Vorstellung
seiner Kampfkunst traf.
Hironori Otsuka war zu
diesem Zeitpunkt schon
Meister im Yoshinryu
Jiu-Jitsu Kempo. Durch
die Verbindung dieser
unterschiedlichen Arten
entstand das Wado Ryu.
Während im Shotokan die
Kata das Zentrum
darstellt, ist sie im
Wado Ryu eine von vielen
Formen der Partnerübung,
wie beispielsweise Kihon
Kumite, Idori
(Bodenkampf) und Tanto
Tori (Messerkampf). Wado
Ryu legt großen Wert auf
die Kunst des
Ausweichens und
Mitführens des
gegnerischen Angriffs,
vergleichbar dem Aikido.
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