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Ob Ausgleichssport, allgemeine Fitness oder
Selbstverteidigung, Karate eröffnet allen
Altersgruppen und Interessenslagen ein breites
sportliches Betätigungsfeld. Es fördert durch seine
Vielseitigkeit Gesundheit und Wohlbefinden - gerade
deshalb haben sich viele junge und ältere Menschen
für diese Kampfkunst entschieden.
Zu Beginn des 20.
Jahrhunderts fand Karate seinen Weg von Okinawa nach Japan und
wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von dort aus über
den
ganzen Globus verbreitet.
Karate wird
durch waffenlose Techniken charakterisiert, vor
allem Schlag-, Stoß-, Tritt- und Blocktechniken
und Fußfeger. Im fortgeschrittenen Studium des
Karate werden auch Hebel und Würfe gelehrt. Die
Nervenpunkttechniken zur Verbesserung der Effizienz,
sowie die
Abwehr oder Anwendung von Techniken unter
Zuhilfenahme von Waffen aus dem Kobudo, sind darüber
hinaus für den Lernwilligen von Belang.
Entgegen der durch die Medien auch heute noch
geprägten Meinung, hat Karate wenig mit dem Zerschlagen von Dachziegeln oder
Brette rn zu tun.
Die so genannten
試割り
tameshiwari wurden in Europa bekannt, als in den 60er
und 70er Jahren des 20. Jahrhundert das Medium Film
die Kampfkünste auch der breiten Öffentlichkeit
näher brachte. Das Zerbrechen von Ziegeln und
Brettern war hier jedoch zum reinen Showeffekt
degradiert und hatte nur noch wenig mit der
Tradition der Abhärtung der Gliedmassen und der
Perfektionierung der Techniken zu tun. Für diesen
Zweck werden noch heute Trainingsgeräte wie
beispielsweise das Makiwara genutzt. Mit einer
schnellen Technik, die den Prinzipien eines
optimalen Bewegungsablaufs folgt, können dann vom
fortgeschrittenen Kampfkünstler auch scheinbar
"unmögliche" Dinge erreicht werden. Wichtig zu
wissen: ... die physikalischen Gesetze können aber
selbst bei noch so hohem Können nicht außer Kraft
gesetzt werden.
Beweglichkeit,
Schnellkraft, Koordination und Ausdauer stehen beim
Körpertraining im Mittelpunkt.
Die geistigen Aspekte der Kampfkunst Karate gewinnen
aber wieder zunehmend an Bedeutung, da trotz sehr großem
Zulauf im Jugendbereich, vor allem die Begeisterung
im Altersbereich deutlich über 30 Jahren geweckt
wird und hier naturgemäß etwas mehr als nur der
sportliche Bereich von Interesse ist.
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