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Die zwei Schriftzeichen der japanischen Kampfkunst 柔道 Judo werden wörtlich mit sanfter Weg übersetzt. Ihr Gründer war der 1938 verstorbene Kano Jigoro.

Die bis ins 7. Jahrhundert zurückreichenden Vorläufer des heutigen Judo wurden Anfang des 20. Jahrhunderts für den Wettkampf angepasst, sodass die meisten Waffen-, Tritt- und Schlagtechniken entfielen. Verblieben sind Würfe (nage waza), Halte- und Würgetechniken, sowie Armhebel (Bodentechniken - ne waza) und einige wenige Schlagtechniken (atemi waza), die sich jedoch auf die kata beschränken. Wichtige Voraussetzung für die Durchführung ist natürlich die Fallschule (ukemi waza).

 

Nach einer erfolgreichen Demonstration von 嘉納治五郎 Kano Jigoro (1860-1938), den Gründer des modernen Judo, wurde Judo in Armee und Polizei eingeführt, was zu einer sehr raschen Popularisierung in Japan führte. Den Weg nach Deutschland fand Judo bereits 1906. Erich Rahn und Alfred Rhode sind Pioniere des deutschen Judo, das auch hierzulande schnell eine Anhängerschaft fand. Heute ist Judo die weltweit am weitesten verbreitete Kampfsportart, mit über 200.000 Aktiven alleine in Deutschland.

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Die philosophischen Grundprinzipien des Judo sind aufgrund der hohen Versportlichung weitestgehend zurückgedrängt worden. Das Ziel des Zweikampf-Sports Judo ist es, den Gegner durch Anwenden einer Technik mit Kraft und Schnelligkeit kontrolliert auf den Rücken zu werfen. Gelingt dies, so ist der Kampf gewonnen. Dabei ist es meist unerheblich, wie geworfen wurde und welche Technik verwendet wurde, solange der Werfende den Geworfenen dabei deutlich kontrolliert und keinen Regelverstoß begeht. Aufgrund der Wertungsrichtlinien kann ein Kampf sowohl mit einem oder mehreren Würfen aus dem Stand, als auch am Boden gewonnen werden.

 
   

 

 

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