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Die japanische Kunst des Schwertziehens wird 居合道 Iaido genannt. Bereits mit dem Ziehen und gleichzeitigen Schneiden kann der Gegner außer Gefecht gesetzt werden.

Die drei Schriftzeichen des Iaido stehen für

 

  i      bedeutet anwesend sein, körperlich wie geistig
  ai   bedeutet hier passen, übereinstimmen = sofortige Aktion und Reaktion
  do  bedeutet Weg oder auch Prinzip

 

Im Iaido wird wie im kendo mit dem Holzschwert (木刀 boku-to), dem stumpfen Schwert (居合刀 iai-to) oder mit einem scharfen Schwert ( to oder katana) geübt, wobei letzteres, ähnlich dem im kobudo verwendeten nunchaku unter das deutsche Waffengesetz fällt.

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Die zwei populärsten Iaido-Stile (muso jikiden eishin ryu und muso shinden ryu) sind auf den im 17. und 18. Jahrhundert lebenden Hasegawa Mondonosuke Eishin zurückzuführen. Darüber hinaus gibt eine ganze Reihe kleinerer und kleinster Iaido-Schulen. Oberste Institution ist der alljapanische Kendoverband, der Zen Nihon Kendo Renmei.

 

Der Samurai Hyashizaki Jinsuke Shigenobu (1549-1621) soll der Legende nach die wahre Natur des Schwertkampfes erkannt haben. Er nannte seine Technik noch battojutsu und gründete zu seiner Zeit die Schule hayashizaki muso-ryu. Einer seiner Schüler wurde später Lehrer der Tokugawa-Shogune, was diesen Stil aus der Vielzahl der damaligen Schwert-techniken hervorhob.

 

Die Bewegungsfolgen im Iaido werden in den so genannten kata zusammengefasst.

Es gibt vier Schulungsstufen, beginnend mit den heute 12 seitei-iai (Grundformen), gefolgt von 12 omori-kata und 10 hasegawa-kata bis zur höchsten Stufe, den 20 okuden-kata.

 
 
   

 

 

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